Zukunftssignal für die Region: ZF hält an Eigenfertigung von E-Motoren in Schweinfurt fest
SCHWEINFURT – Wichtige Weichenstellung für den Industrie- und Technologiestandort Schweinfurt: Der Automobilzulieferer ZF hat entschieden, an der Eigenfertigung von Elektromotoren festzuhalten. Nach monatelanger Unsicherheit im Zuge der weltweiten Konzernrestrukturierung bringt dieser Beschluss eine dringend benötigte, langfristige Perspektive für das Schweinfurter Werk.
„Das ist eine gute Nachricht und ein wichtiges Signal für unseren Wirtschaftsstandort“, reagierte Schweinfurts Oberbürgermeister Ralf Hofmann erleichtert auf die Ankündigung aus der Chefetage.
Schulterschluss von Wirtschaft, Gewerkschaft und Politik
Der Entscheidung vorausgegangen waren intensive Verhandlungen und das unermüdliche Engagement der Belegschaft vor Ort. Oberbürgermeister Hofmann betonte in einer ersten Stellungnahme die Bedeutung des gemeinsamen Agierens aller Akteure:
„Mein Dank gilt der Unternehmensleitung, allen Beschäftigten, den Betriebsräten, der IG Metall und allen, die sich für Schweinfurt stark gemacht haben. Das zeigt, dass es wichtig und richtig ist, dass Wirtschaft, Arbeitnehmervertretungen und Politik zusammenarbeiten. Nur gemeinsam können Lösungen gefunden werden.“
Kompetenzstandort mit Wermutstropfen
Auch wenn die Nachricht in der Belegschaft für Aufatmen sorgt, ist sie kein Freifahrtschein für die Zukunft ohne schmerzhafte Kompromisse. Die Entscheidung ist mit Einschränkungen verbunden; der im Raum stehende Stellenabbau im Zuge des Sparkurses ist damit nicht komplett vom Tisch.
Dennoch überwiegt der positive Kern der Botschaft für die gesamte Region. Sie beweist laut Hofmann, dass Schweinfurt über eine enorm hohe Fachkompetenz, engagierte Beschäftigte und eine hervorragende industrielle Infrastruktur im Bereich der E-Mobilität verfügt.
Stadt setzt auf fortlaufenden Dialog
Um den Transformationsprozess der heimischen Industrie aktiv zu begleiten, wird die Stadt Schweinfurt auch weiterhin im engen, kontinuierlichen Austausch mit der ZF-Unternehmensleitung und den Arbeitnehmervertretungen bleiben. Ziel ist es, die Position der Stadt als führender Innovations- und Technologiestandort in Nordbayern nachhaltig zu sichern und zu stärken.
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